Schumann-Fest (Zwickauer Musiktage)

Die Geschichte der Ehrung Robert Schumanns in seiner Geburtsstadt begann noch zu Lebzeiten des Komponisten. 1847 gab es auf Initiative des Zwickauer Gymnasiallehrers Emanuel Klitzsch erstmals ein Schumann-Fest in Zwickau. Schumann dirigierte selbst seine zweite Sinfonie und komponierte speziell für den Anlass ein großbesetztes Chorwerk. Vier Jahre nach dem Tod, anlässlich der 50. Wiederkehr seines Geburtstages, wurde das nächste Schumann-Fest begangen.

Diese Anfänge bilden das Fundament des Schumann-Fests. Jedes Jahr im Juni treffen sich in der Geburtsstadt Robert Schumanns die Freunde seiner Musik aus nah und fern zu dem stets besonderen Festival. Kammer- und Orchesterkonzerte standen in den letzten Jahren ebenso auf dem Programm wie Lieder- und Klavierabende oder Matineen. Am Geburtstag des Künstlers findet die traditionelle Kranzniederlegung am Schumann-Denkmal statt und oft konnte im Rahmen des Schumann-Fests der Robert-Schumann-Preis verliehen werden. Dabei stellen die Stadt Zwickau und die Robert-Schumann-Gesellschaft das Schumann-Fest meist unter ein Motto. „Schumann-Raritäten“, „Schumann in Kirchen“, „Schumann und Freunde“ oder „Schumann, Bach & cetera“ lauteten die Überschriften der letzten Jahre. Anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten wurden die Musiktage 2010 der Tradition entsprechend als Schumann-Fest gefeiert.

Mit dem Schumann-Fest scheint auch ein Ansinnen des Komponisten in Erfüllung gegangen zu sein. Robert Schumann wünschte sich einst »große allgemeine Feste« als »Zeichen (der) Liebe zu den erhabensten Werken der Musik«.