Nicht erst nach der Jahrhundertwende, sondern bereits Ende
der 1890er Jahre war das Geld für das Denkmal, immerhin
35.000 Mark, gesammelt, und man schrieb einen Wettbewerb
aus, dessen Sieger im zweiten Anlauf der Rietschel-Enkel-
schüler Johannes Hartmann (1869-1952) wurde. Sein Entwurf
hob sich vorteilhaft von den romantisierenden und teils
schlicht kitschigen übrigen Modellen ab, indem er Schumann
quasi realistisch auf seinem Arbeitsstuhl sitzend, wenn auch
etwas verträumten Blickes (in Richtung auf das Gewandhaus)
darstellte. Zwar nicht programmgemäß zum 90. Geburtstag
Schumanns, aber doch schon 1901 (Clara Schumann war
allerdings bereits fünf Jahre zuvor gestorben) konnte die Den-
kmalsweihe im Rahmen eines größeren Schumann-Festes mit
noch weiteren Konzerten stattfinden. An der Feierstunde nah-
men die Schumann-Töchter Marie, Elise (Sommerhoff) und
Eugenie, mehrere Enkel sowie einige der ältesten Freunde des
Komponisten wie Joseph Joachim und Carl Reinecke teil. Letz-
terer, langjähriger Gewandhauskapellmeister in Leipzig und
selbst ein namhafter und produktiver Komponist, hatte eine
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