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12.03.2009 – Zwickau 2010: Ein ganzes Festjahr zu Robert Schumanns 200. Geburtstag
Das Jahr 2010 wird für die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt Zwickau ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums stehen: Am 8. Juni 2010 feiert die Musikwelt den Geburtstag Robert Schumanns. Seiner Geburtsstadt wäre ein Feiertag zu wenig. Eben deshalb bereiten sich die Menschen in Zwickau schon seit einiger Zeit auf ein Festjahr zu Ehren des großen Sohnes der Stadt vor. Übung in der Ehrung des weltbekannten Komponisten haben die Zwickauer. Denn bereits im Jahr 2006 kamen Menschen aus Deutschland und aller Welt in die Stadt an der Zwickauer Mulde – als seinerzeit ebenfalls mit einem ganzen Festjahr des 150. Todestages gedacht wurde.  
 
Aber nun soll der 200. Geburtstag des größten Komponisten der deutschen Romantik gefeiert werden. Für Musikenthusiasten und solche, die es werden wollen, wird in Zwickau bereits seit einiger Zeit ein Programm auf die Beine gestellt, das nicht nur die Zwickauer, sondern Besucher aus der gesamten Bundesrepublik und aus dem Ausland begeistern soll. Der Bundespräsident erhielt eine Einladung aus der Robert-Schumann-Stadt.  
 
Noch ist es zu früh, um ins Detail zu gehen. Doch schon jetzt steht fest, dass ein Schumann-Fest vom 4. bis. 12. Juni 2010 gefeiert wird, das gleich am ersten Tag mit einer Opernpremiere („Genoveva“) beginnt. Am 8. Juni gibt es das Festkonzert zum 200. Geburtstag Robert Schumanns mit der Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim. Neben diesem Highlight stehen viele andere wundervolle Veranstaltungen auf dem Programm, dessen Spektrum von Liederabenden, Klavierkonzerten, Ausstellungen bis hin zu einem Open Air-Galakonzert des MDR reichen. Im Jahresverlauf können sich Musikliebhaber jedoch nicht nur musikalischen Genüssen wie Sinfonie-, Chor- oder Kammerkonzerten hingeben.  
 
Interessant sind ganz bestimmt auch die Monatsreihe: „Junge Künstler spielen Schumann“ oder ein Open-Air-Filmfestival mit den bekanntesten Schumann-Filmen. Die Annäherung an das Thema Schumann auf recht außergewöhnliche Art versucht das Tanztheater-Projekt „love.song.letter“.  
Die Teilnehmer des Internationalen Bildhauersymposiums im September 2010 setzen sich ebenfalls auf spezifische Art mit dem Leben und Werk Schumanns auseinander. Aber auch andere Offerten dürften reizvoll sein, so die Ausstellung in den Kunstsammlungen mit dem Titel "Schumann Perspektiven – Nachwirkungen Schumannscher Musik in der bildenden Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts". Gerade auch im Schumann-Jahr wird die Stadt natürlich den Musiker-Nachwuchs nicht aus den Augen verlieren: der 21. Kleine Schumann-Wettbewerb findet vom 9. bis zum 11. April statt.  
 
Das Leben Robert Schumanns war von genialem Schaffensdrang geprägt. Sein musikalisches Erbe, das in Zwickau liebevoll gepflegt wird, fasziniert Menschen in aller Welt. Das Robert-Schumann-Haus als Museum, Konzertsaal und Forschungsstätte wird im Schumann-Jahr 2010 einer der zentralen Orte für die zahlreichen geplanten Festivitäten und Veranstaltungen sein. Aber auch andere historische Spielstätten wie das Gewandhaus, Kirchen der Stadt sowie das Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ mit seinem faszinierenden Terrassensaal geben einen zusätzlichen Anreiz, Zwickau im Festjahr zu besuchen. Und wer weiß: Vielleicht können die Zwickauer den einen oder anderen Besucher aus Schumann-Städten wie Leipzig, Düsseldorf, Bonn, Dresden und Frankfurt (wo ebenfalls Veranstaltungen und Konzerte stattfinden) begrüßen und mit ihnen gemeinsam das Schumann-Jahr mit seinen vielgestaltigen Angeboten in der Geburtsstadt des großen Komponisten erleben.  
 
 
Schumann-Feste in Zwickau haben lange Tradition  
 
Festliche Ehrungen Robert Schumanns gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Das erste Musikfest wurde unter persönlicher Mitwirkung Robert und Clara Schumanns im Sommer 1847 begangen. Eigentlich war ein Wohltätigkeitskonzert „zum Besten der Nothleidenden im Obergebirge“, geplant. Letztendlich wurde daraus, wie Quellen berichten, ein „wahres Volksfest“ zu Ehren Schumanns. Der Komponist selbst dirigierte im Zwickauer Gewandhaus seine C-Dur-Sinfonie. Seine Frau Clara spielte in seinem Klavierkonzert den Solopart. Ein „Open-Air-Konzert“ am Ufer der Mulde mit verschiedenen Kapellen und Chören aus Zwickau und Umgebung rundete das Festprogramm ab.  
Das zweite Schumann-Fest – das 1860 zum Gedenken an seinen 50. Geburtstag begangen wurde – erlebte der Komponist nicht mehr.  
 
Im 20. Jahrhundert gab es eine Vielzahl größerer Musikfeste zu Schumanns Ehren in seiner Geburtsstadt: 1901 mit Einweihung des Schumann-Denkmals auf dem Hauptmarkt, 1910 mit einer großen Gedächtnis-Ausstellung (die den Grundstock zum späteren Schumann-Museum bildete).  
1935 feierten die Zwickauer ein Schumann-Fest in Verbindung mit einem Stadtjubiläum. Zum 100. Todestag im Jahr 1956 ehrte die Stadt ihren großen Sohn mit der Eröffnung des Robert-Schumann-Hauses als Nationale Gedenkstätte. Im Jahr 1960 feierte die Stadt seinen 150. Geburtstag.  
 
Seitdem fanden in kleinerem oder größerem Rahmen jährliche „Schumann-Tage“ statt, denen sich seit 1963 der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang anreihte.  
 
Mit dem Musikfest zum 100. Todestag Clara Schumanns („Festival Clara“) wurde 1996 die Reihe der „Zwickauer Musiktage – ein Fest für Schumann“ eröffnet, die zum Gedenken von Robert Schumanns 150. Todestag 2006 wieder als „Schumann-Fest“ begangen wurden.  
 
Bei all diesen Musikereignissen stand und steht die großartige Musik Schumanns und seiner Zeitgenossen im Mittelpunkt. Sie wird von erstrangigen Solisten und Ensembles aufgeführt. So begeistert der in Zwickau geborene Komponist Robert Schumann auch das Publikum des 21. Jahrhunderts – weltweit.  
Ansprechpartner
Kulturamt
E-Mail: kulturbuero@zwickau.de