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04.10.2017 – Siebtes Konzert der Reihe Schumann Plus vereint Schumann und seine Freunde
Frei aber einsam – unter diesem Motto steht das Schumann-Plus-Konzert am Sonntag, dem 22. Oktober 2017 um 17 Uhr im Robert-Schumann-Haus Zwickau. Aus Österreich reisen dazu die Violinistin Klara Flieder und der Pianist Patrick Leung an, auf dem Programm stehen Werke von Joseph Joachim, Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara Schumann, Robert Schumann und – namensgebend – die „Frei aber einsam“-Sonate der drei Komponistenfreunde Albert Dietrich, Robert Schumann und Johannes Brahms.  
 
Die Romanze aus den Drei Stücken für Violine und Klavier op. 2 komponierte Joseph Joachim unter dem Einfluss Mendelssohns in Leipzig und kombinierte sie mit den beiden erst in Weimar geschriebenen Fantasiestück und Frühlingsfantasie, die Liszt und Wagner als ihre Vorbilder nennen.  
Mendelssohns Sonate für Violine und Klavier F-Dur aus dem Jahr 1838 gab der Komponist nie in den Druck. Es blieb Yehudi Menuhin 1953 vorbehalten, die Sonate zu entdecken und erstmals herauszugeben.  
 
Robert Schumann hingegen veröffentlichte seine Violinsonate Nr. 2 d-Moll op. 121 bei Breitkopf und Härtel, nicht ohne leichte Ironie, wenn er meinte, ihm habe die erste Violinsonate nicht gefallen: „da habe ich denn noch ein zweite gemacht, die hoffentlich besser gerathen ist.“ Er widmete sie seinem Freund, Komponistenkollegen und Geiger Ferdinand David.  
„Auf das was folgt, kannst Du Dich ungeniert freuen“ – so kündigte Clara Schumann dem erst 24-jährigen Joseph Joachim ihre Romanzen für Violine und Klavier an. Gemeinsam sollten sie dieses Werk später noch häufig musizieren.  
 
Für Joseph Joachim entstand auch das Gemeinschaftswerk der drei Komponisten Albert Dietrich (1. Satz), Robert Schumann (2. und 4. Satz) sowie Johannes Brahms (dritter Satz). Als Geschenk wurde Joachim das Manuskript im Oktober 1853 überreicht, aus dem Manuskript spielte er es erstmals zusammen mit Clara. „Frei Aber Einsam“ war das Motto Joseph Joachims in jener Zeit – musikalisch als thematische Grundlage für die vier Sätze verarbeitet. Zu seinen beiden Sätzen dieser Sonate komponierte Schumann zwei weitere, seine 3. Violinsonate a-Moll entstand, wurde aber erst posthum gedruckt.  
 
Klara Flieder studierte bei Grete Biedermann am Konservatorium der Stadt Wien, bei Christian Ferras in Paris und bei Arthur Grumiaux in Brüssel. Meisterkurse absolvierte sie bei Henryk Szeryng, Nathan Milstein und Augustin Dumay. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie in ganz Europa, ist regelmäßig Gast internationaler Festivals wie dem Kuhmo Festival in Finnland oder dem Midsummer Music Festival in Schweden. Sie hatte Lehraufträge und Gastprofessuren an den Universitäten für Musik Wien und Graz inne und ist seit Oktober 2005 Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg.  
 
Patrick Leung wurde in Hongkong geboren und studierte zunächst Violine bei Paul Roczek an der Universität Mozarteum Salzburg. Rainer Schmidt wurde sein Kammermusiklehrer, ein Unterricht, der seine künstlerische Entwicklung nachhaltig beeinflusste. Nach dem Abschluss seines Violinstudiums wurde er Klavierkorrepetitor an der Universität Mozarteum Salzburg, wo er mit Klara Flieder, Igor Ozim, Benjamin Schmid, Rainer Schmidt, Lukas Hagen, Veronika Hagen und Clemens Hagen zusammenarbeitet. Mit Klara Flieder verbindet ihn eine rege Konzerttätigkeit. Die Aufführung aller Violinsonaten Wolfgang Amadeus Mozarts im Jahr 2014 in Shanghai war eines der ersten großen Projekte in dieser Besetzung.  
 
 
Eintrittskarten zu 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) sind an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Vorbestellte und nicht abgeholte Karten werden eine halbe Stunde vor Konzertbeginn in den freien Verkauf gegeben.  
Ansprechpartner
Robert-Schumann-Haus
E-Mail: schumannhaus@zwickau.de (*)
 

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